Live versus automatisiert

Webinare im Vergleich

Webinare werden mittlerweile auch am europäischen Markt sehr gut angenommen, und das überrascht angesichts der vielen Vorteile überhaupt nicht. Das effiziente und flexible Marketingtool liefert hohe Konversionsraten und verursacht niedrige Kosten. Es hilft Zeit zu sparen und baut Vertrauen auf. Kurz: Das Online-Seminar ist ein wahres Universaltalent.

Hat man sich dann für diese Methode der Leadgenerierung und Kundengewinnung entschieden, stellt sich zuallererst die wichtige Frage nach dem geeigneten Produkt, sprich live oder automatisiert? Grundsätzlich hat man also entweder die Möglichkeit seinen Content einmalig und live – in Echtzeit – zu verbreiten, oder aber die Option des automatisierten, aufgezeichneten Webinars, das beliebig oft wiederholt werden kann.

Für welche Version entscheide ich mich also? Was passt besser zu mir und erlaubt mir gleichzeitig meine Inhalte auf optimale Art und Weise zu verbreiten? Und merkt das Publikum überhaupt den Unterschied zwischen live und automatisiert? Hier die Webinare im Wergleich.

Live…


Angefangen hat alles mit Live-Webinaren. Doch wie funktionieren die überhaupt? Und was macht sie so besonders?

Ein live im Internet stattfindendes Seminar zeichnet sich vor allem durch eines aus: seinen außerordentlich interaktiven Charakter. Mit keinem anderen Tool kann so einfach und flexibel kommuniziert werden.
Vor allem aber, gibt es keine andere Marketingmethode mit der man ein außerordentlich großes Publikum, das bis zu 1000 Zuseher umfasst, mit derart geringem Planungsaufwand erreichen kann.

Stellen Sie sich nur einmal vor, ein Event mit mehreren Hundert Teilnehmern auf die Beine zu stellen. Alleine am Logistischen müsste man sich schon Monate vorher den Kopf zerbrechen: Wie finde ich eine geeignete Eventlocation mit einer Kapazität für bis zu 1000 Menschen? Und viel wichtiger, wie finde ich einen Veranstaltungsort, der mein Budget so wenig wie möglich strapaziert? Ganz zu schweigen von den Umständen, die die Anreise verursachen würde.

Vergleicht man also alleine den Planungsaufwand eines im Internet durchgeführten Webinars mit dem eines altgewohnten, „traditionellen“ Seminars, so wird klar, warum sich ersteres so großer Beliebtheit erfreut.

Manch einer argumentiert nun wahrscheinlich, das Internet sei ein „unpersönlicher Ort“ und Webinare könnten niemals dasselbe Level an Interaktivität wie die face-to-face Kommunikation vermitteln. Spätestens nach der ersten Teilnahme wird jedoch klar, dass dies absolut nicht der Fall ist. Das Publikum hat im Zuge des Live-Webinars die Möglichkeit Fragen zu stellen – über den Chat oder direkt per Webcam bzw. Mikrofon – und der Moderator kann diese dann in Echtzeit beantworten.

Außerdem können praktischerweise während des Vortrags Umfragen gestartet werden; so erfasst man nicht nur relevante Informationen, sondern erhöht auch noch das Aufmerksamkeitsniveau der Teilnehmer.

…oder doch lieber automatisiert?


Worin bestehen nun die Unterschiede zum Live-Webinar?
Kurz gesagt: Ein automatisiertes Webinar wird aufgezeichnet und erst im Nachhinein beliebig oft und zu gewünschten Zeiten ausgestrahlt. Interessierte haben also die Möglichkeit den für sie passendsten Termin zu wählen, was wiederum nicht nur die Konversionsrate, sondern auch die Zufriedenheit steigert.

Doch auch was die Interaktivität anbelangt, hinkt das automatisierte Webinar keinesfalls hinterher. Zwar werden die eventuell gestellten Fragen nicht verbal vom Moderator beantwortet, Kommunikation in Echtzeit ist jedoch dank Live-Chat trotzdem realisierbar. Außerdem besteht die Option diese Fragen per E-Mail an den Experten weiterzuleiten. Auch Publikums-Liveabfragen und die aussagekräftige Analyse der Zuschalt- und Verweilzeiten sind problemlos möglich.

Manch einer stellt sich nun eventuell die Frage, ob nicht einfache Videos ökonomisch sinnvoller sind. Denn bieten kostenlose Videoplattformen wie Youtube nicht auch die Möglichkeit Kommentare zu hinterlassen und so mit den Zusehern zu interagieren? Natürlich bedeutet der Einsatz von Webinaren eine Investition, aber er stellt auch etwas besonders Wichtiges her: eine viel größere Verbindlichkeit. Interessenten müssen sich vor Beginn des Online-Seminars mit Namen und E-Maildaten anmelden und liefern durch ihr Verhalten auch während der Teilnahme relevante Informationen.

Ein weiterer großer Vorteil von automatisierten Webinaren ist die vielfältigere Auswahl des Formatdesigns: von Greenscreen-Aufnahmen, die die verschiedensten Hintergründe für unterschiedliche Zielgruppen ermöglichen, bis hin zum kreativen Bildschirmdesign ist einiges möglich.

Na was denn nun?


Es wird also klar, dass beide Webinarprodukte unterschiedliche Vorzüge haben.
Das Live-Webinar liefert beispielsweise außerordentliche Interaktionsmöglichkeiten, während das Automatisierte unter anderem durch seine Terminunabhängigkeit und vielfältigen Designmöglichkeiten auffällt. Die „richtige“ Variante gibt es also nicht, nur die Geeignete. Basis für die Entscheidung sollte das „Warum?“ sein. Warum mache ich das Webinar? Welchen Zweck verfolgt es und was möchte ich im Endeffekt erreicht haben?

Webinare im Vergleich.
Live oder automatisiert – eine Geschmackssache?


Zu guter Letzt wird die Wahl des Webinarprodukts auch einfach nach den eigenen Präferenzen getroffen.
Manch Einer bevorzugt den spontanen Charakter einer Live-Veranstaltung und blüht durch die Echtzeit-Kommunikation regelrecht auf. Ein Anderer plant seinen Vortrag bis ins kleinste Detail und antwortet auf Unklarheiten lieber hinter dem Bildschirm.

Um auf die Frage vom Anfang einzugehen: Merkt der Teilnehmer, wenn das Webinar aufgezeichnet wurde und nicht live stattfindet? „Nein“ lautet die Antwort in den meisten Fällen, denn die Interaktion mit den Zusehern funktioniert auch bei automatisierten Webinaren tadellos. Und selbst wenn: das Ziel eines jeden Webinars ist es doch Vertrauen aufzubauen und auf flexible, unkomplizierte und vor allem interaktive Weise zu informieren.

2018-07-31T16:03:18+00:00